FACHANWALT FÜR INSOLVENZRECHT WIRTSCHAFTSRECHT ARBEITSRECHT

Kosten:

Eine pauschale Aussage zu den Kosten eines Erstberatungsgespräches, lässt sich ohne die Einzelheiten der Sach- und Rechtslage zu kennen nur schwer treffen, und hängt im wesentlichen von dem zu beratenden Rechtsgebiet ab.

Grundsätzlich erfolgt die Abrechnung für die erbrachte Rechtsdienstleistung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Zum Schutz der Mandanten vor überhöhten Rechtsanwaltsrechnungen, regelt § 34 RVG, dass die Kosten für ein Erstberatungsgespräch höchstens 190,- Euro zzgl. Umsatzsteuer betragen dürfen.

Entscheidend für die Festsetzung der Erstgebühr ist die Komplexität des Rechtsproblems, der Umfang der rechtlichen Erstberatung, die Bedeutung der Rechtssache für den Mandanten sowie die persönliche finanzielle Leistungsfähigkeit des Mandanten.

Auch dem Mandanten, der nur über geringe Einnahmen verfügt, wird versucht zu seinem Recht zu verhelfen. Insoweit handelt es sich bei der Maximalgebühr von 190,- Euro um eine absolute Höchstgrenze.

Kommt es nach der Erstberatung zu einer weiteren Beauftragung, die mit der Erstberatung zusammenhängt, wird die Beratungsgebühr auf die weiteren Gebühren angerechnet.

Die Abrechnung für alle gerichtlichen Verfahren erfolgt ebenfalls grundsätzlich nach dem RVG und richtet nach dem sog. Gegenstandswert.

Beratungshilfeschein

Personen, die eine Rechtsvertretung oder eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt benötigen, aber aufgrund ihrer geringen Einnahmen die Kosten für einen Rechtsanwalt nicht aufbringen können, haben nach dem Beratungshilfegesetz die Möglichkeit einen sog. Beratungshilfeschein bei ihrem zuständigen Amtsgericht am Wohnort zu beantragen.
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit unmittelbar einen Rechtsanwalt mit der Bitte um Beratungshilfe zu kontaktieren.

Prozesskostenhilfe
Die Prozesskostenhilfe will Parteien, die die Kosten für einen Rechtsstreit vor einem Gericht nicht aufbringen können, die Verfolgung oder Verteidigung ihrer Rechte ermöglichen.
Dazu schreibt das Gesetz vor:
„Eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, erhält auf Antrag Prozesskostenhilfe, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.“
Einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat danach, wer

  1. einen Prozess führen muss und die dafür erforderlichen Kosten nicht aufbringen kann und
  2. nach Einschätzung des Gerichts nicht nur geringe Aussichten hat, den Prozess zu gewinnen.

Ratenzahlung
Es besteht die Möglichkeit der Ratenzahlungsvereinbarung.